Die Kategorie der Dampfreiniger erlebte vor einigen Jahren ihr absolutes Hoch, zu Zeiten des Teleshoppings waren Dampfreinigungsgeräte in solchen Shows ein beliebter Gast. Durch die Innovative Kombination von Gründlichkeit und hygienischer Reinigung eroberte der Dampfmop schnell die Haushalte der Deutschen. Auch im Jahre 2017 erfreut sich das Reinigungsgerät, ähnlich wie der Hochdruckreiniger, erneuter Beliebtheit. Das zunehmende Umweltbewusstsein von Verbrauchern führte zu einer Abkehr von herkömmlichen Reinigungsmitteln, immer mehr Leute wollen weniger Chemikalien in ihrem Haushalt verwenden und entsorgen daher die Chemiekeulen.

Dampfreiniger als ökologische Alternative

Wie der Name schon verrät, setzen Dampfsauger & Co nicht auf die reinigende Wirkung von Chemikalien, sondern Dampf. Ausgangspunkt der Dampferzeugung ist ganz normales Wasser, nicht etwa destilliertes Wasser, sondern Leitungswasser. Im Inneren des Gerätes wird das Wasser auf über 100°C erhitzt und somit zu Dampf. Der heiße Dampf strömt aus dem Heizkessel auf die zu reinigende Oberfläche, wo er den Schmutz ablöst. In Kombination mit einer Dampfdüse oder einem Microfasertuch können so auch härteste Verschmutzungen abgelöst werden. Besonders gute Ergebnisse erzielt der Dampfreiniger dort, wo hygienische Sauberkeit gefragt ist: In der Kücher oder im Badezimmer haben Bakterien schwer mit dem heißen Dampf zu kämpfen! Der über 100°C heiße Wasserdampf zerstört die Zellwände von Bakterien & Co im Nu. So werden unangenehme Gerüche neutralisiert und unschöne Ablagerungen entfernt. Dabei wird im gesamten Reinigungsprozess keine Chemikalie eingesetzt und die Oberfläche ist nach der Reinigung einfach nur sauber – kein lästiges Nachwischen oder entfernen von Reinigungsmittel Rückständen ist erforderlich. umweltschonender Dampfreiniger

Dampfreiniger sparen Zeit & Geld

Zeit ist ein unvergleichliches Gut, wir können sie nicht aufbewahren oder kaufen. Die Zeit die wir verbraucht haben, werden wir nie wiederbekommen – sie ist unumgänglich verloren. Glücklicherweise gibt es mehr und mehr Haushalthelfer die uns im Alltag etwas Zeit sparen (oder zurückgeben). Dampfbasierte Reinigungsgeräte gehören ebenfalls zu den zeitsparenden Haushaltwundern. Ein einziges Gerät ersetzte eine Vielzahl von Reinigungsmitteln die zuvor beim Hausputz zum Einsatz kamen: WC-Reiniger, Glasreiniger, Kalkentferner, Scheuermilch oder Bodenreiniger – nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. Wenn Sie in Ihre Abstellkammer blicken, finden Sie dort sicher noch deutlich mehr Reinigungsmittel als die hier aufgeführten. Dadurch, dass Sie nicht ständig den Lappen und das Reinigungsmittel wechseln müssen, sparen Sie wertvolle Zeit. Mit der Bodendampfdüse wird schnell das Laminat und die Fliesen gereinigt, mit der Borstendüse werden Kalkablagerungen in der Dusche und der Badewanne entfernt und zuletzt werden mit dem Microfasertuch die Scheiben geputzt.

Neben der Zeitersparnis kommt so natürlich auf eine Kosteneinsparung zustande. Wer nicht ständig diverse Reiniger kaufen muss, spart ganz einfach bares Geld. In den meisten Haushalten finden sich zu jedem Reiniger nicht nur einzelne Exemplare, sondern meist viele angefangene Flaschen. Machen Sie den Dampfreiniger Test: Wieviele Reinigungsmittel könnten Sie bei sich Zuhause durch ein einziges Gerät ablösen? Sicher lässt sich so auch Platz für die Lagerung des Gerätes schaffen.Dampfreiniger spart Geld

Dampfreiniger mit Zweikammer System

Alle Geräte aus dem Vergleichstest arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip: Wasser wird in einen Tank gefüllt und dann erhitzt, am Ende Tritt Dampf auf der Düse. Jedoch gibt es hier einen wichtigen Unterschied: Einige der Geräte verfügen über ein Einkammer System vs dem Zweikammer System. Einkammer Dampfreiniger sind in der Anschaffung etwas günstiger, da die Bauweise weniger komplex ist. Allerdings haben sie einen entscheidenden Nachteil: Nach dem Befüllen mit Leitungswasser heizt das Gerät das Wasser in der Kammer auf, nach Erreichen des Siedepunktes entsteht Dampf und damit auf Dampfdruck. Daher lässt sich der Tank erst wieder nach dem Abkühlen des Dampfs öffnen – ein schnelles Nachfüllen des Wassertanks ist also nicht möglich. Gerade bei größeren Reinigungsaktionen kann das schnell Nerven kosten. Ist der Wasservorrat aufgebraucht heißt es warten. Das kann die zuvor gewonnene Zeitersparnis schnell zu Nichte machen.

Anders hingegen mit dem Zweikammer System. Hier wird das Wasser in einen separaten Tank eingefüllt, der dann den Dampfkessel speist. Das Nachfüllen von Wasser ist daher problemlos, jederzeit möglich. Vor dem Kauf sollten sie also abwägen ob sich der günstigere Anschaffungspreis eines Einkammer Systems später noch rechnet. Für Wohnungen ab 65 qm empfiehlt sich die Investition in einen Dampfreiniger mit zwei Kammern.

Einsatzbereiche für Dampfsysteme

Vermutlich jeder Haushalt bietet Einsatzmöglichkeiten für Dampfreiniger, auch im Außenbereich kann das Gerät sich als nützlich erweisen. Im Haus sind die meisten Arbeiten, die sonst mit dem Lappen erledigt werden ersetzbar:

    • Wischen
    • Fensterputzen
    • Badezimmer
    • Entkalken
    • Duschwände

Einen Punkt sollten sie dabei aber beachten: Nicht jede Oberfläche verträgt den heißen Wasserdampf gleich gut! Naturhölzer in unversiegelter Form können durch den Einsatz von heißem Dampf aufquellen und so ihre ursprüngliche Form verlieren. Auch bei Laminat oder Parkett ist Vorsicht geboten, bleiben sie nicht zu lange auf einer Stelle um Beschädigungen zu vermeiden –  in der Gebrauchsanweisung des Gerätes finden Sie genauere Anweisungen. Wischen mit dem Dampfreiniger

Der Einsatz eines Dampfreingiers beschränkt sich aber nicht nur auf den Haushalt, auch im Garten kann das Gerät hervorragend eingesetzt werden um z.B. Moos zu entfernen. Durch den Einsatz von Hitze ist die Entfernung besonders effektiv und gründlich. Auch am Auto oder Fahrrad kann der Reiniger zum Einsatz kommen. Verschmutzte Alufelgen sind ein leidiges Thema für jeden Autofahrer, oft setzt sich eine Mischung aus aggressivem Bremsstaub, Benzin, Diesel, Öl und Teer in den kleinsten Ecken ab. Wie wir alle vom Händewaschen wissen, heißes Wasser löst Öle bedeutend besser als kaltes Wasser. Wasserdampf löst solche Verschmutzungen, denen sonst nur mit härtesten Chemikalien beizukommen ist meist relativ leicht.

Nachteile

Bisher war unser Dampfreiniger Test ja voll des Lobes, allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte, die nicht vergessen werden sollten. Im Haushalt gibt es viele Ecken die nur schwer zu erreichen sind, ein Dampfreiniger kommt da meist nicht hin. Auch an vermeintlich zugänglichen Stellen wie dem Waschbecken ist der Dampfreiniger nicht immer erste Wahl. Durch die gebogenen Oberflächen kommt man mit den breiten Aufsätzen nicht so gut an die Oberflächen, was den Einsatz der Punktstrahldüse notwendig macht – leider ist dies eher langwierig.

Zudem kann der Einsatz im Toilettenbereich unhygienisch wirken, trotz der guten Reinigungsleistung gegenüber Bakterien mag es auf den Nutzer befremdlich wirken die verschmutzte Toilette mit dem Dampfbesen zu säubern, daher wird oft auf einen Lappen zurückgegriffen.

Zusammenfassung

Machen wir den Dampfreiniger Test: Verwenden sie Zuhause eine Vielzahl von Reinigungsmitteln? Sie haben auch einen Garten, sowie ein Auto? Dann kann sich die Anschaffung lohnen! Große Bodenflächen und Fenster werden schnell gereinigt, auch Bügeln kann man mit entsprechendem Zubehör ohne weiteres. Hartnäckige Verschmutzungen in der Küche, im Garten oder am Auto können mit Dampf gelöst werden ohne auf Chemie zurückgreifen zu müssen. Wer Zuhause einige dieser Kriterien erfüllt oder gänzlich auf den Einsatz von Reinigungsmitteln verzichten möchte, ist mit einem Dampfsauger gut beraten.